NEWS
VIDEOS
TV
MUSIC
ARCHIV
Home
Home
INTERVIEWS
VIDEOS
TV
MUSIC
ARCHIV
INTERVIEWS

American Gothic- Der Teufel von Trinity

 

 

In den 90- er Jahren lief im deutschen Fernsehen ( auf RTL II) eine Serie, die sich von den bisher gezeigten abhob: American Gothic.

 

Schon der Titel wirft Fragen auf, in welches Genre American Gothic einzuordnen war/ist.

 

Mystery ? Thriller ?

 

Man kann American Gothic wohl am ehesten als eine Mischform bezeichnen, die es schaffte, unheimliche Elemente mit knallharten Krimiaspekten zu verknüpfen.

 

Dass American Gothic in Amerika leider nicht sehr erfolgreich lief und bis heute nur bei Genrefans Kultstatus erreicht hat, ist leider eine Tatsache, an der sich nichts mehr ändern wird.

 

Im Mittelpunkt der Serie steht der charismatische und gleichzeitig zwielichtige Sheriff Lucas Buck, der seine etwas verschlafenen wirkende Kleinstadt Trinity fest im Griff hat. Er regiert dort wie ein König und wer in seinem Spiel der Macht nicht mitzieht oder hineinpasst, der wird gnadenlos eliminiert. Dies kann durch Ruin sein oder bis hin zum Tod führen. Wobei der Sheriff niemals selbst zum Mörder wird, sondern alle Fäden so geschickt lenkt, dass die äußeren Umstände des Menschen ins Verderben stürzen.

 

Nur einmal greift Lucas direkt ein: Er tötet die behinderte Merlyn sowie ihren Vater, dabei verfolgt er ein teuflisches Ziel: Merlyns Bruder Caleb soll ab sofort als Waisen junge leben, nicht ahnend, dass sein wahrer Vater der Sheriff ist.

 

Dieser braucht irgendwann einen würdigen Nachfolger und Caleb soll dies werden. Er vereint das Gute und Böse in sich und während der gesamten Serie kämpft er gegen diese Seiten in sich an. Merlyn kehrt als Schutz- und Racheengel zurück, sie möchte Caleb vor seinem Schicksal bewahren. Auch Calebs Cousine, die als Journalistin nach Trinity kommt, wird zum Spielball von Lucas, bis sie seinem Charme erliegt und seine Geliebte wird.

 

Kontrahenten des Sheriffs sind der Arzt Dr. Matt sowie der Seuchenforscher , der in die Serie „geschrieben“ wurde, da die Zuschauer den Doctor als Rivalen nicht ernst nahmen.

 

Jede Episode von American Gothic ist in sich abgeschlossen.

 

Es werden Fälle der Bevölkerung gezeigt, in die die Hauptpersonen stets verwickelt sind – von Folge zu Folge lernt der Zuschauer also den Protagonisten besser kennen und kann sich sein eigenes Bild von Lucas Buck machen.

 

Wer ist er wirklich ? Der Teufel ? Ein Dämon ? Diese Frage wird nie gelöst, doch dass er unsterblich ist, ist spätestens beim Staffelfinale klar, als Lucas ermordet wird und aus dem Grab unversehrt wieder auftaucht.

 

Das Ende der 1. und einigen Staffel von American Gothic ist relativ offen da man mit einer Fortsetzung rechnete.

 

Jedoch wurden die einzelnen Episoden im amerikanischen TV leider in falscher Reihenfolge gezeigt, da davon ausgegangen wurde, dass die Folgen unabhängig voneinander seien.

So kamen die Zuschauer irgendwann nicht mehr mit und die Rahmenhandlung war zerstört.

 

Das Ende von American Gothic war unaufhaltsam. In Deutschland hingegen erreichte American Gothic einen Achtungserfolg und das Erscheinen der DVD wurde von vielen herbeigesehnt.

 

Auch Gary Cole ( „Lucas Buck“) profitierte davon - war er zuvor doch ausschließlich aus der Serie „Der Nachtfalke“ bekannt, so erreichte er große Bekanntheit auch in einem völlig anderen Genre !

 

American Gothic ist nicht nur für Mystery- Fans etwas. Diese Serie ist intelligente und Spannende Unterhaltung zugleich, sie schafft es, auch nach mehrmaligem Ansehen, einen zu faszinieren !

 

Flash – it DVD TIPP

 

 

Fotos: crazyabouttv.com

Text: Franziska Maier