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Fragen an Leon Valjé

1. Leon, unseren Leserinnen und Lesern  bist du vorwiegend als Bewohner des Big Brother Hauses bekannt. Du hast das Projekt erfolgreich mit dem 3. Platz beendet. Hättest du jemals gedacht, dass du so weit kommen wirst – vor allem, nachdem du nicht zu den Urbewohnern gehörtest?

L: Ich hätte auf keinen Fall damit gerechnet, überhaupt so weit zu kommen, da ich eben kein „Ureinwohner“ war. Daher war ich auch sehr überrascht über das Resultat. Wenn man so lange im BB Haus lebt, dann hat man kein Gefühl für die Außenwelt und wie die Resonanz draußen ist. Man weiß nicht, wie man rüberkommt und letztendlich bleibt einem auch nur übrig, einfach man selbst zu sein und so, wie man ist. Als die drei Ex-Bewohner in der letzten Woche wieder zurück ins Haus kamen und von draußen berichteten, hatten wir zum ersten Mal einen Eindruck, wie wir evtl. bei den Zuschauern ankommen. Doch die Erzählungen waren äußerst übertrieben und mit Ärger verbunden. Man kann sich seiner Sache nie sicher sein. Durch die Challenges konnte ich mich von der Nominierungsliste spielen, was ich zum Glück auch erfolgreich schaffte und somit war mein absoluter Traum auch erfüllt, nämlich ins Finale zu kommen. Die Platzierungen waren da sekundär. Bis Platz 5 herausgewählt wurde, rechnete ich eigentlich gar nicht mit einer Platzierung. Erst als Benny dann das Haus verlassen musste, dachte ich mir: Oh, das könnte doch noch etwas mit einer höheren Platzierung werden! Für mich war Rayo stets der Gewinner und ich bin mit meinem 3. Platz mehr als zufrieden!

 

2. Was waren deine Beweggründe in das BB Haus zu ziehen?

L: Früher sah ich Big Brother nur ab und zu, ich war also nie ein absoluter BB Fan. Das Konzept begeisterte mich und ich fand es auch sehr interessant. So bewarb ich mich mehr oder weniger zufällig. Als ich einmal eine Mail erhielt, dass man sich bei BB bewerben kann, tat ich das auch. Es war eher aus Neugierde und ich habe mir nicht wirklich Gedanken darüber gemacht. Dass man genommen wird, ist sehr unwahrscheinlich. Erst am Ende, nach vielen Castings, machte ich mir Gedanken, was so alles auf mich zukommen könnte, falls ich einziehen werde. An sich sind die Chancen ins Haus zu kommen so gering, dass man alles nur sehr locker im Vorfeld ansieht. Ich hatte einfach die Bewerbung ausgefüllt, weggeschickt und nicht mehr daran gedacht. Umso überraschter war ich dann, als eine Antwort kam und ich zum Vorstellungsgespräch durfte und immer Stufe für Stufe hochrutschte – bis man bei den Finalisten war und einziehen durfte! Was viele nicht wissen: Ich war schon in der ersten Sendung dabei und leider der Erste, der herausgewählt wurde! Somit war BB für mich erledigt. Es hieß, es gibt keine Nachzügler, es wird keiner mehr einziehen. Da hatte sich der Sender stark widersprochen, denn später gab es doch ein ewiges Ein-und Ausziehen ins Haus. Dann wurde ich nochmals angeschrieben, dass ich einziehen solle, das wurde jedoch erneut widerrufen und eine Stunde später kam die dritte Anfrage, die mir dann eine feste Zusage einbrachte. Für mich war es auch wichtig, dass zu Hause alles geklärt und abgesichert ist. So habe ich viele Haustiere, um die sich jemand kümmern musste und es ist gar nicht so einfach, spontan einzuziehen, da es für eine lange Zeit Leute geben muss, die sich um deine Angelegenheiten in der „Außenwelt“ kümmern! Zum Glück hat ja auch alles geklappt!

 

3. Was ging dir am Tag deines Einzugs durch den Kopf – hattest du Befürchtungen, dass dich die Ureinwohner ablehnen könnten?

L: Diese Frage hat man mir schon oft gestellt, doch ich kann sagen, dass ich keine Befürchtungen hatte, dass mich einer nicht mag, da ich dies bisher noch nie erlebt habe. Die Gedanken kamen erst später als ich merkte, dass wir eigentlich Eindringlinge sind. Doch der Empfang war sehr herzlich und es lief alles problemlos. Auch im Laufe der Zeit hatte ich nie das Gefühl, unerwünscht zu sein.

 

4. Dass du ein Kämpfer bist, konnte man spätestens bei der Auto-Challenge sehen, die du gewonnen hast. Wie lange wärst du noch am Auto gestanden, ehe dich deine Kräfte verlassen hätten?

L:  Man unterschätzt die ganze Geschichte sehr – an sich wussten Rayo und ich, dass wir die letzten sein würden, die am Auto stehen. Und so kam es auch. Rayo ist ein sehr hartnäckiger Typ in derartigen Angelegenheiten und er sprach davon, auch 3 Tage da zu stehen, wenn es darauf ankäme. Ich selbst dachte, ich schaffe wohl keine 3 Tage. Meine Taktik war, dass ich ruhig stand, mich wenig unterhalte und beobachte, wie sich die anderen verhalten. Das wenige Reden sorgte natürlich auch dafür, dass dein Gegenüber Langeweile bekommt und ich selbstverständlich auch, da ich niemanden zum Reden hatte. Letztendlich hat Rayo aufgegeben und er konnte nicht mehr. Man macht sehr viel durch bei so einer Challenge. Dazu muss man ja irgendwann auch mal auf die Toilette, dann macht der Kreislauf schlapp, man muss sich bewegen…so eine Situation hatte man noch nie. Und ich bin über mich selbst erstaunt, dass ich das so gut weggesteckt habe. Natürlich tat mir auch das Kreuz weh oder die Beine, aber ich hätte gerne meine 30 Stunden ausgehalten, vor allem, nachdem ich hörte, dass ich bereits 24 geschafft habe! Doch es wäre blödsinnig gewesen, noch weiterhin stehen zu bleiben. Ich hätte aber auch noch gekonnt. Diese Challlenge hielt auch sehr lustige Geschichten bereit – doch zuerst sei gesagt: Es wurde alles so durchgezogen, wie angekündigt. Man durfte nichts essen, sich nicht gegen das Auto lehnen, nicht auf die Toilette gehen usw. Wir hatten nur viel Wasser, das wir trinken durften. Und natürlich kam schnell der Drang, auf die Toilette zu müssen. Rayo machte einfach hinter das Auto. Ich kam auf die Idee, mir eine Flasche in die Hose zu stecken und da hinein zu pinkeln, was sich als sehr schwierig erachtete. Cosimo probierte es auch und beim zweiten Versuch pinkelte er sich auf die Beine und in die Hose – doch er nahm es mit Humor. Ich zerriss mir ein Stück der Hose und erledigte ebenso meine Notwendigkeit. Jedoch wollten wir alle auch jugendfrei bleiben, man weiß ja nie, was so alles gesendet wird! Doch die Bedingungen wurden wirklich so eingehalten. BB sagte nicht: So, jetzt machen wir die Kameras aus und ihr esst euch jetzt satt und geht auf die Toilette! Es war alles so, wie man es auch sah.

 

5. Auf die Zuschauer wirktest du stets besonnen, überlegt und ruhig. Bist du das auch im wahren Leben oder kann man da einen völlig anderen Leon kennenlernen?

L: Auch ich bin reizbar, aber an sich dauert dies sehr lange. Ich bin von mir überzeugt, das mag nun eingebildet klingen, doch ist es nicht. Ich habe bereits viel erlebt und gehöre zu den Menschen, die gerne die Probleme ausdiskutieren und darüber sachlich sprechen. Manche mag dies auch nerven, doch für mich ist das ein besserer Weg als herumzuschreien. So sage ich lieber ehrlich meine Meinung und argumentiere ruhig, anstatt alles zu verdrehen und laut zu werden. Man kommt sonst nie auf einen Nenner und so bin ich auch im normalen Leben ein ruhigerer Typ. Natürlich kann ich auch mal verrückt sein, ich bin ja kein Langweiler! Aber was Streit oder Probleme betrifft, so möchte ich immer lieber darüber reden. Bevor ich rumschreie, argumentiere ich lieber und schaffe die Probleme mit Ruhe aus der Welt.

 

6. Welche Ereignisse brachten dich im BB Haus an deine Grenzen?

L: Ich war sehr überrascht, dass ich gar nicht an meine Grenzen kam, obwohl auch im Vorfeld immer angepriesen wurde, dass man an seine Grenzen kommen würde. Man musste auch psychologische Tests machen und bei einem Psychiater vorsprechen, der dann entscheidet, ob man dafür geeignet ist oder nicht. Ich hatte kein Problem damit, eine Woche Dosen zu essen, auch nicht mit den Bewohnern auf engstem Raum zusammenzuleben. Das Einzige, was mich an die Grenzen geführt hat, war das Insektenzimmer. Ich liebe Insekten und ich bin Fan von allen Krabbeltieren, doch ich habe eine gewisse Angst vor Spinnen und wenn ich im Dunkeln denke, dass da viele Spinnen herumlaufen und durch die Angst der anderen, kam es dazu, dass ich aus dem Zimmer ging. Obwohl ich das sofort wieder bereut habe, da ich ungern aufgebe. Man konnte nicht auseinanderhalten, welche Tiere da drin waren, ausgerechnet auf meinem Arm krabbelte ein riesiges Tier und da entschied ich, dass ich das Zimmer verlasse. Und meine zweite Grenze war die Achterbahn – an sich fahre ich Achterbahn, doch im Vorfeld schaue ich mir diese immer erst genau an. Doch an diesem Tag wurde ich ja sehr früh geweckt und ich war einfach überfordert. Ich habe auch Respekt vor solchen Fahrgeschäften und ich sah es zwar tagelang als Schwachpunkt an, dass ich diese Challenge nicht durchzog, ich ärgerte mich wirklich enorm, doch im Nachhinein denke ich, dass ich auch Stärke bewiesen habe, etwas nicht zu machen, nur weil man es von mir verlangt. Ich habe die Stärke, nein zu sagen und jeder Mensch hat Schwächen – die Leute haben vielleicht auch gerade das an mir geschätzt, dass ich nicht nur ein Supermann bin, unfehlbar und ohne Grenzen!

 

7. Mit manchen Bewohnern gab es hin und wieder Konflikte – welche Eigenschaften stoßen dich generell bei Menschen ab?

L: Es gab natürlich Bewohner im Haus, mit denen ich nicht so gut klarkam und deren Eigenschaften mich abschreckten. Doch ich denke mir lieber meinen Teil, bevor ich laut werde oder den Leuten mein Inneres zeige. Mich schrecken allgemein Eigenschaften ab, mit denen man in seinem Leben schlechte Erfahrungen gemacht hat. Benson war das perfekte Beispiel, da ich keine cholerischen Menschen mag, die beleidigend und schreiend durch´s Haus laufen oder die mit jemandem reden, ohne dass dieser die Möglichkeit hat zu antworten. Ich mag auch keine Menschen, die in allem etwas Schlechtes sehen. Ich mag keine Gewalt, keine schreienden Leute oder jemandem, der einem nicht zuhört und an den man nicht herankommen kann. So verzweifelt man, wenn man zwar etwas klären möchte, aber das Gegenüber gibt einem nicht einmal die Chance dazu!

 

8. Zu welchen Bewohnern hast du bis heute noch Kontakt oder trennten sich nach der intensiven BB Zeit eure Wege komplett?

L: Die ganze Gruppe ist auf jeden Fall zerstrittener als man erwartet hat, obwohl es im Haus völlig anders aussah. Ich habe mit Steve, Lisa, Benny und Rayo Kontakt. Zwar nicht allzu viel, da jeder mit seinen eigenen Angeboten etc. zu tun hat, aber in den nächsten Wochen wird man sehen, was sich ergeben wird. Es sind auf jeden Fall einige gemeinsame Projekte zukünftig geplant. Neulich fand auch das BB Promi-Kochen statt, da konnte ich wieder neue Kontakte knüpfen. Außerdem lernte ich das Management einer Ex-Bewohnerin kennen und hier wird es noch gemeinsame Projekte geben. Doch auch bei vielen Leuten, die dann gesagt haben, du bist ein Freund im Haus und gut, dass es dich gibt, da blieb leider gar nichts davon übrig. Man kann es aber mit einem Urlaub vergleichen, wo man Leute kennenlernt, mit denen man sich super versteht und die Freunde sind, aber nur auf Zeit. Denn wenn man wieder zu Hause ist, hört und sieht man von ihnen nichts mehr. So ist es auch bei uns – es wird sich zeigen, inwiefern noch Kontakte bestehen bleiben werden.

 

9. Du hast dir als Showtänzer einen Namen gemacht und bietest auch verschiedene Showkonzepte an. Was erwartet die Menschen, wenn Sie beispielsweise deine Phantom der Oper, Phantasy oder Comedy Show buchen?

L: Vor 17 Jahren habe ich in diesem Bereich angefangen, eigentlich eher durch Zufall. Ich tanzte als GoGo Tänzer und strippte auch. Bei Shows wirkte ich ebenso mit und früher konnte man auch richtig gut Geld damit verdienen, mehr als jetzt. Bei meinen Shows lege ich großen Wert auf die Kostüme und die Darbietung. Es ist Akrobatik dabei und auch Humor.

 

10. Bist du ein Musicalfan oder wie kam es zu der Idee, das „Phantom der Oper“ in deiner Show umzusetzen?

L: An sich hatte ich von Grund auf ein ähnliches Kostüm und als ich die Maske sah, dachte ich, dass man dies nun so auf der Bühne umsetzen könnte. Musicals sind sehr bekannt und beliebt – daher lag es nahe, so etwas in dieser Richtung zu machen. Das Musical „Phantom der Oper“ habe ich leider noch nie gesehen. Aber zukünftig möchte ich mehr Musicalshownummern einbauen – zum Beispiel „Tanz der Vampire“ oder „Grease“. Musicals sind Kult und dadurch, dass wir das witzig aufziehen, können sich auch Jugendliche gut unterhalten fühlen. Wir stellen es so detailgetreu wie möglich dar oder setzen Themen zu Filmen um. „Matrix“ ist auch so ein Beispiel – es wird wie ein Filmausschnitt oder eine Theateraufführung präsentiert.

 

11. Du warst bereits in einigen TV Konzepten zu sehen, so bei „Arabella“, „Britt“ oder „Mitten im Leben“. Was hat dich dazu geführt, dort mitzumachen?

L: Solche Shows zu besuchen und dort mitzumachen, gehört zu meinem Job – das ist wie bei einem Schauspieler, der verschiedene Filme dreht. Man wird zwar schon bekannt dadurch, doch ich fand es für mich sehr interessant zu sehen, wie es hinter den Kulissen aussieht und wie es dort abläuft. Wenn ich die Möglichkeit habe, dort mitzuwirken und auch das Thema zu mir passt, mache ich gerne mit. Allerdings muss man auch aufpassen, was man dreht und dass man sein eigenes Bild nicht verfälscht, nur weil es sozusagen im Drehbuch steht. Die Zuschauer sehen es als wahr an, was man dort präsentiert, doch nicht alles entspricht eben auch der Realität.

 

12. Es ist beinahe unverständlich, dass ein Mann wie du noch Single ist. Im BB Haus meintest du einmal, man müsse dir wohl die perfekte Frau erst noch backen. Sicherlich kannst du dich vor Angeboten der Damenwelt nicht mehr retten – doch wie sollte denn deine Traumfrau nun eigentlich sein?

L: Oh – natürlich ist es ein Problem, dass ich in der Öffentlichkeit stehe und damit nicht jede Frau klarkommt. Meine Traumfrau sollte schon gut aussehen, obwohl das sehr oberflächlich klingt. Doch letztendlich sollte die Frau so sein, dass sie zu mir passt, meinen Vorlieben entspricht und meine Hobbies mitmacht. Ich sollte mit ihr gut reden können und letztendlich ist es für jeden schwer, den richtigen Deckel zu finden und je extremer jemand ist, desto schwieriger ist es auch, das passende Pendant zu finden. Es gibt anspruchslose Leute, die finden evtl. schneller einen Partner als die, die mit beiden Beinen im Leben stehen und höhere Ansprüche mitbringen. Ich bin jemand, der ein sehr sehr festes Bild hat und für eine feste Bindung bräuchte ich schon mein Optimum. Liebe ist eine Gefühlssache und ich tue niemandem einen Gefallen, wenn ich von meinem Bild abweiche. Ich halte gar nichts von Beziehungen, die nur einen pragmatischen Zweck haben oder die nur dazu dienen, dass man nicht alleine ist. Da bin ich lieber Single und das ist auch gut so. Ich lasse die Dinge auf mich zukommen. Natürlich habe ich viele Anfragen – von Omis bis ganz jungen Mädchen. Ich bekam auch Popo-Fotos zugeschickt, doch wenn ich zurückschreibe, dann nur jemandem, der auf mich sympathisch wirkt. Und die Zeit wird zeigen, ob das dann auch weiterhin so bleibt.

 

13. Sicher hast du etliches Feedback von Fans bekommen – gab es auch negative Mails oder Kommentare auf deine Zeit im Haus und wenn ja, wie gehst du damit um?

L: Kurz vor dem Auszug sagte ich zu Rayo, dass wir eigentlich hier sind, um uns von den ganzen Menschen da draußen beurteilen zu lassen. Man weiß ja gar nicht, was für eine große Resonanz man auslöst, erst wenn man wieder draußen ist, wird einem das bewusst! Wenn ich etwas falsch mache im Haus, weiß ich nicht, wie es außen wirkt. Wenn man als Mensch Fehler hat, die man selbst nicht sieht, aber die Außenwelt schon, kann man auch viel falsch machen. Natürlich gibt es auch negative Sachen, auf die man aber nicht achten sollte. Ich für meinen Teil kann diese nicht völlig ausblenden – so habe ich auf facebook eine Antiseite, obwohl mich die Leute gar nicht kennen. Sie haben nur einen Eindruck von mir und im wahren Leben bin ich doch auch anders. Auch bei den Mails gab es negative Mails  - an sich finde ich es amüsant, wenn sich jemand die Mühe macht, mir zu schreiben, wie doof sie mich finden. Zum Glück überwiegen die positiven Feedbacks. Im Internet sind alle eben anonym und sind mutig, so etwas zu sagen.

14. Knapp drei Wochen sind nach deinem Auszug vergangen – hast du deine Gewinne schon erhalten und welche zukünftigen Projekte sind nun bei dir geplant?

L: Von dem Auto und der Reise habe ich noch nichts gehört, jedoch mache ich mir auch keine großen Gedanken darüber. Man ist immer noch im Ankommensstress, obwohl der Mensch ein Gewohnheitstier ist und ich sofort wieder in der Realität angekommen bin. Der Sender lässt einen erst mal in Ruhe herunterkommen und dann melden sie sich bestimmt. Es gab sowieso eine drei Wochen Sperre, ehe man Projekte annehmen kann. Man sichtet Angebote und überlegt sich gut, was man annehmen wird und was nicht. Am besten vergleicht man auch nicht, was die anderen Bewohner schon alles tun. Mich könnte man beispielsweise nicht auf den Ballermann verbannen, ich nehme nur die anspruchsvollen Angebote an. Auch Charity Sachen – ein Auftrag ist bereits fest. Für „Ein Herz für Kinder“ werde ich ein Lied aufnehmen, obwohl ich nicht singen kann. Doch ich werde es eher auf die lustige Schiene machen. Über meine Projekte wird man auf meiner facebook Seite lesen und insgesamt sehe ich mich immer noch als ganz normalen Menschen, der abwartet, was da noch so kommen wird!

 

Interview: Franziska Maier

Fotos: www.leon-valje.de