



Interview mit Menderes Bagci
1. Menderes, Sie sind den meisten Menschen durch Ihre Teilnahme bei „DSDS“ bekannt. Hierbei kämpften Sie stets darum, in den Recall zu kommen und zeigten, dass man mit Ausdauer und Willenskraft auch sein Ziel erreichen kann. War es denn von klein auf bereits Ihr Wunsch, Musik zu machen und auf der Bühne zu stehen oder hatten Sie ursprünglich völlig andere Berufswünsche?
M: Nein, ich wollte schon immer Sänger und damit erfolgreich werden.
2. Der Song „Looking for freedom“ hat eine besondere Bedeutung für Sie – können Sie unseren Lesern schildern, welche das ist?
M: Ja, diesen Song habe ich in meiner Kindheit ganz oft gesungen.
3. Auf Ihrer Homepage ist zu lesen, dass Sie die „Schule zu Ihrer Bühne“ machten. Wie können wir uns das vorstellen? Sangen Sie in den Pausen oder traten Sie bei Schulfesten auf?
M: Ich habe immer in der Klasse gesungen und auch ganz oft in den Pausen.
4. Wie reagierten Ihre Eltern und Lehrer auf Ihren Wunsch, Künstler zu werden? Wurden Sie aktiv von Ihnen unterstützt?
M: Nein, leider wurde ich meinen Eltern diesbezüglich nie unterstützt oder
gefördert.
5. Michael Jackson ist und bleibt Ihr großes Idol, Sie sangen auch bereits 2001 bei einem Karaoke Wettbewerb seinen Song „Bad“. Was fasziniert Sie so an Michael Jackson?
M: Ich liebe seine Stimme, seine ganzen Songs haben mich geprägt und
extrem motiviert.
6. 2002 traten Sie zum ersten Mal bei „Deutschland sucht den Superstar“ an, mit den Songs „Yeah“ und „I can´t let you go“. Das Urteil war damals vernichtend. Was ging Ihnen nach diesem Auftritt durch den Kopf?
M: Ich war enttäuscht, aber ich habe gehofft, dass ich meine Chance bald
wieder
bekomme.
7. Jahr für Jahr traten Sie nun bei diesem Showformat an, jedes Mal wurden Sie abgelehnt. Was gab Ihnen die Kraft, es immer wieder zu versuchen?
M: Die Motivation lag darin, dass ich es irgendwann doch noch schaffen
wollte mein
Ziel zu erreichen. Wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
8. Des Weiteren veränderten Sie auch stark Ihre Optik. Vom unscheinbaren jungen Mann, zu einem richtigen Star. Hatten Sie Berater an Ihrer Seite, die auch diese optische Veränderung veranlassten oder kam auch dieser Schritt alleine von Ihnen und Ihrer Willenskraft?
M: Ich habe ganz alleine versucht mich optisch (zum Positiven hoffentlich)
zu verändern.
Ich wollte einfach mich immer wieder neu präsentieren, um
auch zu zeigen, dass ich
mich weiterentwickelt habe.
9. 2007 bekamen Sie die große Chance, bei der Motto-
M: Durch diesen Auftritt habe ich enorme Medienpräsenz erhalten, dies hat
auch dazu
geführt, dass ich seitdem sehr viel für Disco-
10. 2008 folgte die Veröffentlichung Ihrer ersten Single „Unbeatable“ (unschlagbar), ein sehr passender Titel – welche Botschaft wollten Sie mit diesem Song den Zuschauern übermitteln?
M: Ich wollte den Leuten sagen, dass nichts unmöglich ist, wenn man nur
ganz fest
dran glaubt und nie die Hoffnung verliert.
11. Sie werden auch als deutscher Michael Jackson bezeichnet. Macht Sie dieser Vergleich sehr stolz?
M: Ich finde diesen Vergleich ungerecht, da ich ein individueller
Künstler bin und
nicht gerne verglichen werden möchte.
12. Im Jahr 2009 verstarb leider Ihr Idol – wie ist es Ihnen ergangen, als Sie vom Tod Michael Jacksons erfuhren?
M: Ich habe geweint und war sehr traurig.
13. Sie spielten auch bereits in Serien mit, u.a. in „Mitten im Leben“. Wäre die Schauspielerei auch eine Option für Sie?
M: Ich bin kein Schauspieler! Und die Sendung ,,Mitten im Leben'' war
kein Schauspiel,
es war die Realität, mein Leben!
14. 2010 erreichten Sie endlich Ihr Ziel: Den Recall! Sie kamen zwar mit „Yummy, Yummy, Yummy“ nicht weiter, doch sicher ging ein Traum in Erfüllung. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Dieter Bohlen Ihnen den „Recall“ Schein aushändigte?
M: Es war ein unglaubliches unbeschreibliches Gefühl, was man einfach
nicht in Worte
fassen kann.
15. Woran lag es Ihrer Meinung nach, dass Sie im Recall nicht weiterkamen?
M: Der Song lag mir einfach nicht, aber im Finale konnte ich ja noch ein
mal mit
Yummy, Yummy, Yummy live im DSDS-
rehabilitieren.
16. Sie durften jedoch bei einer Motto Show erneut auftreten und Ihre Karriere verläuft auch seither sehr gut. Haben die Leute Ihre Vorurteile Ihnen gegenüber mittlerweile abgebaut? Wie erleben Sie die Reaktionen des Publikums auf Sie?
M: Es immer unterschiedlich, man kann das nicht pauschal sagen.
17. Menderes privat – wie verbringen Sie Ihre sicherlich knapp bemessene Freizeit?
M: Ich fahre ganz oft Fahrrad, und koche öfters leckere Gerichte.
18. Sie leben Ihren Traum – können Sie mittlerweile von der Musik leben oder arbeiten Sie noch in Ihren früheren Job?
M: Ich lebe nur noch von meinen Auftritten, ich freiberuflich Sänger.
19. Welche Zukunftswünsche oder zukünftige Projekte stehen bei Ihnen noch an?
M: Natürlich ist ein großes Ziel von mir in die Top 15 Show bei DSDS zu
schaffen
und bald auch mal in die Charts.
